Häufige Fragen

Viele Fragen rund um nachhaltige Finanzierung, ESG (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) und Sustainable Finance tauchen in ähnlicher Form immer wieder auf. Die folgenden Antworten sollen bei einer ersten Einordnung helfen.

Kontext, Regulierung & Aufsicht

Warum verändert sich gerade so viel – und in welchem größeren Zusammenhang steht das?

Die Weltwirtschaft steht vor großen Herausforderungen: Klimawandel und Extremwetter, knappe Ressourcen, Kriege, Handelskonflikte und soziale Ungleichheiten wirken sich auf Lieferketten, Branchen und Unternehmen aus. Deshalb haben sich viele Staaten weltweit auf gemeinsame Ziele verständigt – zum Beispiel auf die UN-Nachhaltigkeitsziele und das Pariser Klimaabkommen.

Auf dieser Grundlage hat die Europäische Union Regeln und Programme entwickelt, um die Wirtschaft schrittweise zukunftsfähiger und krisenfester zu machen. Investitionen sollen dadurch stärker in klimafreundliche und langfristig tragfähige Geschäftsmodelle fließen. Ein Beispiel dafür ist die EU-Taxonomie, die wirtschaftliche Aktivitäten nach ihrer ökologischen Nachhaltigkeit einordnet.

Die Rahmenbedingungen für Unternehmen verändern sich also nicht willkürlich, sondern folgen einem politischen und gesellschaftlichen Kurs. Die Transformation soll Betriebe dabei unterstützen, sich rechtzeitig anzupassen, Risiken zu verringern und auch in Zukunft erfolgreich zu bleiben.

Welche Regeln und Rahmenbedingungen gelten bei nachhaltiger Finanzierung?

Auf Grundlage des European Green Deal hat die EU Regeln entwickelt, um Geldströme stärker in zukunftsfähige und klimafreundliche Vorhaben zu lenken. Auf diese Weise soll die wirtschaftliche Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit unterstützt werden.

Diese Vorgaben (wie z.B. die EU-Offenlegungsverordnung der SFDR Sustainable Finance Disclosure Regulation) richten sich zunächst vor allem an Banken und Sparkassen, Versicherungen und Finanzmärkte. Die Finanzaufsicht erwartet von ihnen, dass sie Umwelt-, Klima- und Sozialthemen systematisch in ihre Risikoanalyse einbeziehen und bei Finanzierungen berücksichtigen.

Für Unternehmen entstehen daraus in der Regel keine direkten neuen Pflichten. Die Rahmenbedingungen erklären aber, warum Banken und Sparkassen heute genauer nachfragen, zum Beispiel zu Energieverbrauch, Emissionen, Standorten oder geplanten Investitionen. Diese Informationen helfen den Instituten, ihre eigenen gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.

Wo erfahre ich, worauf die Finanzaufsicht besonders achtet?

Die Finanzaufsicht gibt Banken und Sparkassen klare Vorgaben, wie diese Risiken erkennen und überwachen sollen. Eine wichtige Grundlage dafür sind die sogenannten MaRisk, die „Mindestanforderungen an das Risikomanagement“. Die MaRisk werden jährlich weiterentwickelt und angepasst.

Man kann sich die MaRisk wie eine Art Gebrauchsanweisung vorstellen: Sie legen fest, welche Risiken Banken und Sparkassen im Blick haben müssen und wie sie damit umgehen sollen. Dazu zählen inzwischen auch Nachhaltigkeits- und Klimarisiken. Die Fragen, die Banken und Sparkassen im Kreditgespräch stellen, kommen also nicht willkürlich, sondern folgen diesen Vorgaben.

Die Finanzaufsicht prüft, ob Banken und Sparkassen die vorhandenen Risiken angemessen berücksichtigen. Beispielsweise standen im Jahr 2025 physische Klimarisiken bei vielen Prüfungen im Fokus.

Offizielle Informationen und aktuelle Hinweise zu den MaRisk und zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken sind auf der Website der Finanzaufsicht BaFin nachzulesen.

Umsetzung im Unternehmen & Transformation

Wie gehe ich im Unternehmen praktisch mit den neuen Regeln zur nachhaltigen Finanzierung um?

Wichtig ist vor allem, das Thema gelassen und strukturiert anzugehen und sich nicht von der Vielzahl an Vorgaben verunsichern zu lassen. Niemand erwartet, dass alles sofort vollständig umgesetzt wird.

Ein guter Einstieg ist eine einfache Bestandsaufnahme: Welche Bereiche betreffen mein Unternehmen besonders – etwa Energieverbrauch, Gebäude und Maschinen, Fuhrpark, Einkauf, Abfall oder geplante Investitionen? Die meisten Antworten darauf sind im Betrieb bereits vorhanden. Die Menschen im Unternehmen kennen die Abläufe, Zahlen und Strukturen am besten. Oft geht es deshalb vor allem darum, vorhandenes Wissen zusammenzufassen und verständlich bereitzustellen.

Auf dieser Grundlage können Sie Schwerpunkte setzen und erste Maßnahmen planen. Unterstützungsangebote, Beratung und digitale Werkzeuge helfen dabei, Zeit und Aufwand im Blick zu behalten. Ein zentrales Instrument ist die sogenannte Wesentlichkeitsanalyse. Sie hilft dabei, die wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen und die zentralen Handlungsfelder im Unternehmen herauszuarbeiten. Der Umfang dieser Analyse hängt von der Unternehmensgröße und den jeweiligen Berichtspflichten ab. Während große Unternehmen im Rahmen der CSRD eine sogenannte doppelte Wesentlichkeit berücksichtigen müssen, reicht für kleinere Betriebe meist eine vereinfachte Vorgehensweise aus.

Was ist ein Transitionsplan – und was bedeutet das für mein Unternehmen?

Ein Transitionsplan beschreibt, wie ein Unternehmen seine CO₂-Emissionen nach und nach reduzieren will und welche Schritte dafür geplant sind, inklusive der konkreten Maßnahmen, der geplanten Zeiträume und Investitionen. Dabei geht es darum, Emissionen in den Bereichen Scope 1, 2 und 3 schrittweise zu verringern, also im eigenen Betrieb, beim Energiebezug und in der Lieferkette.

Solche Pläne zeigen nicht nur ein Ziel, sondern auch den Weg dorthin. Sie machen transparent, wie ein Betrieb mit Klimarisiken umgeht und wie nachhaltige Investitionen umgesetzt werden sollen. Das ist besonders für Banken, Sparkassen, Investoren oder Förderstellen wichtig, weil sie so besser einschätzen können, wie zukunftsfähig ein Unternehmen aufgestellt ist. Je nach Branche gibt es dafür bereits Leitfäden und Praxishilfen, an denen sich Unternehmen orientieren können.

Für mittelständische Unternehmen bedeutet das vor allem: Wer sich frühzeitig Gedanken über Energie, Prozesse, Lieferketten und Investitionen macht und diese strukturiert festhält, ist im Finanzierungsgespräch besser vorbereitet. Ein Transitionsplan hilft dabei, eigene Vorhaben klar zu formulieren, Fördermöglichkeiten zu nutzen und Vertrauen bei Finanzierungspartnern aufzubauen.

Brauche ich als mittelständisches Unternehmen ein Nachhaltigkeitsmanagement?

Die meisten mittelständischen Unternehmen brauchen kein eigenes Nachhaltigkeitsmanagement. Sie sollten aber einplanen, dass Nachhaltigkeit Arbeit bedeutet: zum Beispiel, wenn es um eine CO₂-Bilanz, Energiekennzahlen oder die Datensortierung geht.

Viele Unternehmen gehen hier schrittweise vor: Sie verschaffen sich erst einmal einen Überblick, vertiefen dann einzelne Themen und nutzen bei Bedarf externe Unterstützung. Dabei unterstützt Sie NAFIM gern bei der ersten Orientierung und bei der Entwicklung eines passenden Fahrplans.

Bankprozess, Datenanforderungen & Kreditkonditionen

Braucht die Bank oder Sparkasse mehr Daten von mir, wenn ich einen „nachhaltigen“ Kredit beantrage?

Ja, in vielen Fällen benötigen Banken und Sparkassen heute mehr Informationen als früher, um Kredite zu prüfen. Das liegt daran, dass Nachhaltigkeitsaspekte stärker in die Risikoanalyse einbezogen und von der Finanzaufsicht erwartet werden.

Dabei geht es zum Beispiel um Angaben zu Energieverbrauch, Emissionen, Gebäuden, Maschinen, Lieferketten oder geplanten Investitionen. Diese Informationen helfen dabei, Risiken besser einzuschätzen und Finanzierungsvorhaben langfristig abzusichern.

Für Unternehmen bedeutet das meist nicht, dass völlig neue Daten erhoben werden müssen. Die meisten Informationen sind im Betrieb bereits vorhanden. Wer sein Unternehmen gut kennt und weiß, wie Energie, Ressourcen und Abläufe organisiert sind, kann diese Angaben in der Regel mit überschaubarem Aufwand zusammenstellen.

Warum sind die Anforderungen zu Nachhaltigkeitskennzahlen bei Banken und Sparkassen unterschiedlich?

Auch wenn Banken und Sparkassen denselben Gesetzen unterliegen, setzen sie diese in der Praxis unterschiedlich um. Jedes Institut hat eigene Verfahren und Tools, um Nachhaltigkeitsaspekte in die Risikoanalyse und Kreditvergabe einzubeziehen.

ESG-Themen werden je nach Geschäftsmodell, Kundengruppe und Risikoprofil unterschiedlich gewichtet. Manche Banken und Sparkassen legen zum Beispiel stärkeres Gewicht auf Klimarisiken und Emissionen, andere stärker auf Lieferketten, soziale Aspekte oder die langfristige Unternehmensstrategie. Ähnlich wie bei ESG-Ratings gibt es kein einheitliches Bewertungsschema. Stattdessen arbeiten die Institute mit eigenen Fragebögen, Kennzahlen und Bewertungsskalen.

Als Unternehmen werden Sie feststellen, dass die konkreten Fragen von Bank zu Bank variieren können. Wenn Sie Ihre wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen und -daten kennen und diese nachvollziehbar darstellen können, sind Sie in Gesprächen mit verschiedenen Finanzierern gut vorbereitet. Weitere Informationen dazu finden Sie auch auf der Seite „Wie Banken die Nachhaltigkeit von Unternehmen bewerten

Ist es nicht riskant, Unternehmensdaten preiszugeben?

Viele Unternehmen haben Sorge, sensible Informationen weiterzugeben. Diese Zurückhaltung ist verständlich. Die Weitergabe der Daten an Banken und Sparkassen unterliegt jedoch sehr hohen Sicherheitsstandards und dient ausschließlich internen Prüf- und Entscheidungsprozessen. Die Informationen werden nicht öffentlich gemacht.

Banken und Sparkassen erwarten keine perfekten Daten oder fertigen Konzepte. Viel wichtiger ist, dass Sie zeigen können, wo Sie mit Ihrem Unternehmen stehen und wohin Sie sich entwickeln möchten.

Dafür sind sogenannte Transitionsüberlegungen oder Transitionspläne hilfreich: Sie zeigen auf, wie ein Unternehmen seine Emissionen schrittweise reduzieren und klimabezogene Risiken verringern will. Im Mittelpunkt steht dabei immer zuerst die tatsächliche Reduktion von CO₂-Emissionen – nicht deren Kompensation, etwa durch zugekaufte Zertifikate.

Wenn Sie diese Schritte nachvollziehbar darstellen können, ist das nicht nur für die Bank oder für die Sparkasse wertvoll, sondern auch für Ihr Unternehmen selbst.

Warum bekomme ich (noch) keinen Zinsbonus für nachhaltiges Wirtschaften?

Viele Unternehmen erwarten, dass nachhaltiges Wirtschaften sofort mit günstigeren Zinsen belohnt wird. In der Praxis sind wir da aber noch nicht angekommen.

Für Banken und Sparkassen ist es aufwendig, Nachhaltigkeitsdaten systematisch zu erfassen, zu vergleichen und in die Preisgestaltung einzubeziehen. Zunächst müssen diese Aspekte in das Risikomanagement integriert werden. Die Finanzaufsicht prüft dies nach. Nachhaltige Kredite bieten Banken und Sparkassen die Chance, ihr Kreditportfolio zukunftsfähig aufzustellen und Klimarisiken besser zu berücksichtigen. Dabei spielen sowohl die Risiko- als auch die Marktsichtweise eine Rolle. Die sind nicht identisch, sollten sich aber langfristig annähern.

Gerade im Mittelstand befinden sich viele Institute noch im Aufbau dieser Systeme. Dennoch wird Nachhaltigkeit heute schon berücksichtigt – etwa bei der Risikoeinschätzung. Direkte Zinsvorteile für ökologische Geschäftsmodelle bieten bisher die wenigsten Banken und Sparkassen an. Und wenn, dann fallen diese Vergünstigungen noch gering aus. Viele Marktbeobachter erwarten aber, dass sich dies ändern wird.

Bekomme ich überhaupt noch einen Kredit – oder falle ich vielleicht durchs Raster?

Ja, Sie bekommen weiterhin Kredite. Nachhaltigkeitsaspekte führen in der Regel nicht dazu, dass Unternehmen grundsätzlich von der Finanzierung ausgeschlossen werden.

Banken und Sparkassen bewerten Risiken heute genauer als früher und berücksichtigen diese stärker bei der Preisgestaltung. Werden bestimmte Risiken als hoch eingeschätzt und fehlen überzeugende Zukunftsperspektiven, kann sich das in höheren Finanzierungskosten niederschlagen. So prüfen Banken, Sparkassen und Versicherungen zum Beispiel in öffentlichen Datenbanken wie der Starkregengefahrenkarte, ob Gebäude oder Grundstücke besonders von Extremwetter betroffen sein könnten. Solche Erkenntnisse fließen dann in Zinskonditionen und Versicherungsprämien ein. Wer zeigen kann, dass er die Risiken seines Unternehmens kennt und aktiv an Verbesserungen arbeitet, hat im Finanzierungsgespräch eine gute Position.

Momentan arbeiten viele Banken und Sparkassen vor allem mit Branchenvergleichen. Dabei werden Unternehmen häufig in sogenannte „Best in class“-Systeme eingeordnet, zum Beispiel in Kategorien von A bis F. Diese Einstufung erfolgt auf Basis der vorliegenden Nachhaltigkeitsdaten und dient als Orientierung für die Kreditentscheidung.

Bewertung, Finanzierungslogik, Instrumente & Förder-/Serviceangebote

Wie wird Nachhaltigkeit bewertet und wie lassen sich Investitionen finanzieren?

Nachhaltigkeit wird heute danach eingeschätzt, wie ein Unternehmen mit Energie, Ressourcen, Personal und unternehmerischen Risiken umgeht. Banken und Sparkassen, Investoren und Förderstellen nutzen dafür verschiedene Kriterien und Bewertungssysteme, um Chancen und Risiken besser einordnen zu können.

Dabei geht es nicht um einzelne Kennzahlen, sondern um ein Gesamtbild: Wie ist der Betrieb heute aufgestellt? Welche Investitionen sind geplant? Welche Entwicklung ist erkennbar?

Auf dieser Grundlage entscheiden Finanzierungspartner, welche Projekte unterstützt werden können und zu welchen Konditionen. Je nachvollziehbarer dieses Gesamtbild ist, desto besser lassen sich nachhaltige Investitionen finanzieren. Dabei spielt die Einschätzung von Risiken eine wichtige Rolle: Wird ein Geschäftsmodell oder eine Investition als risikoreich bewertet, steigen in der Regel die Finanzierungskosten. Dazu zählen heute zunehmend auch Klimarisiken wie Hitze, Hochwasser oder Starkregen sowie instabile Lieferketten.

Wie funktioniert nachhaltige Finanzierung für mein Unternehmen?

Nachhaltige Finanzierung bedeutet, dass Banken und Sparkassen bei Krediten und Investitionen nicht nur auf Zahlen und Sicherheiten schauen, sondern auch darauf, wie ein Unternehmen wirtschaftet und in die Zukunft investiert.

Das betrifft zum Beispiel Maßnahmen zur Energieeinsparung, neue Maschinen, Gebäudesanierungen oder die Umstellung auf klimafreundlichere Prozesse. Um diese Vorhaben einzuordnen, nutzen Banken und Sparkassen Orientierungshilfen wie die EU-Taxonomie und ESG-Kriterien, die Umwelt-, Sozial- und Unternehmensaspekte berücksichtigen.

Für mittelständische Unternehmen heißt das: Wer seine Investitionen verständlich plant und erklären kann, welchen Nutzen sie für den Betrieb und die Zukunft haben, verbessert seine Position im Finanzierungsgespräch. Und zwar auch dann, wenn noch kein perfekt ausgearbeitetes Nachhaltigkeitskonzept vorliegt.

Was sind nachhaltige Finanzinstrumente?

Nachhaltige Finanzinstrumente sind Kredite, Anleihen oder Anlageformen, die gezielt Investitionen in umweltfreundliche, ressourcenschonende oder sozial verantwortliche Projekte unterstützen.
Für Unternehmen kommen dabei vor allem folgende Formen infrage:
  • Grüne Investitionskredite und Green Loans
    Sie dienen der Finanzierung konkreter Vorhaben wie Photovoltaikanlagen, energieeffizienten Gebäuden, neuen Maschinen oder der Umstellung des Fuhrparks auf E-Mobilität.
  • Sustainable-Linked Loans (ESG-gebundene Kredite)
    Diese Kredite sind an die Nachhaltigkeitsziele des gesamten Unternehmens gekoppelt. Erreicht ein Unternehmen bestimmte Verbesserungen, können sich die Finanzierungskonditionen positiv entwickeln.
  • Green Bonds (grüne Anleihen)
    Green Bonds sind Unternehmensanleihen, deren Erlöse ausschließlich für nachhaltige Projekte verwendet werden. Sie spielen vor allem bei größeren Unternehmen eine Rolle.
  • Nachhaltige Anlage- und Beteiligungsprodukte
    Dazu zählen Fonds oder Beteiligungen, die gezielt in Unternehmen mit hohen ESG-Standards investieren.
  • Öffentliche Förderkredite (zum Beispiel der KfW oder der Förderbank IFB Hamburg)
    Von Bund und Ländern unterstützte Programme fördern Investitionen in Klimaschutz, Energieeffizienz und nachhaltige Technologien – mit direkten Zuschüssen oder durch vergünstigte Zinssätze.

Wie verschaffe ich mir einen Überblick über die Vielzahl an Förderangeboten für nachhaltige Investitionen?

Förderprogramme für nachhaltige Investitionen gibt es auf Bundes-, Landes- und regionaler Ebene. Entsprechend unübersichtlich kann die Suche am Anfang wirken. Dabei müssen Sie gar nicht alle Programme kennen. Ein erster Überblick und eine gute Einordnung reichen meist aus, um passende Unterstützung zu finden.

Die Servicestelle NAFIM stellt Programme übersichtlich zusammen und macht sie nach Themen, Investitionsarten und Zielgruppen filterbar. So können Sie schneller erkennen, welche Angebote grundsätzlich zu Ihrem Vorhaben passen.

Darüber hinaus helfen Gespräche mit Ihrer Hausbank, Förderinstituten oder Beratungsstellen dabei, passende Programme einzuordnen und Anträge realistisch vorzubereiten. Oft lohnt es sich, zunächst grob zu klären, was investiert werden soll – ob es zum Beispiel um Energieeffizienz, Digitalisierung oder innovative Technik und IT geht. Danach können Sie gezielt nach Fördermöglichkeiten suchen.

Mein Unternehmen hat seinen Sitz nicht in Hamburg. Kann ich dennoch von der Servicestelle NAFIM profitieren?

Ja, auf jeden Fall. Die Servicestelle NAFIM richtet sich zwar in erster Linie an Unternehmen aus Hamburg, da sie vom Hamburger Senat initiiert wurde und einige Förderangebote regional gebunden sind.

Die meisten Informationen, Erklärungen, Werkzeuge und Empfehlungen auf der Website sind jedoch für Unternehmen aus ganz Deutschland und darüber hinaus relevant. Sie helfen dabei, sich schrittweise mit nachhaltiger Finanzierung vertraut zu machen, Begriffe einzuordnen und eigene Handlungsmöglichkeiten zu erkennen.

Zudem bündelt NAFIM Angebote, Tools und Wissensquellen von Anbietern aus dem gesamten Bundesgebiet und aus Europa. Davon können Unternehmen unabhängig vom Standort profitieren.

Wichtig ist vor allem: Nachhaltiges Finanzieren ist für viele Unternehmen ein neues Thema und zunächst mit Aufwand verbunden, aber es ist machbar und sinnvoll. Die Inhalte von NAFIM unterstützen Unternehmen dabei, diesen Weg in ihrem eigenen Tempo zu gehen, egal wo sie ansässig sind.